UVA Frankreich

alles über die USt-id in frankreich

Umsatzsteuervoranmeldung & Registrierung in Frankreich

Wer aus oder nach Frankreich verkauft muss unter gewissen Umständen für eine USt.-ID registriert sein. Finde heraus, ob Du Steuerpflichten in Frankreich hast und kümmere dich noch heute um Registrierung, Voranmeldungen, etc. mit unserer kostenlosen Umsatzsteuer-Software.

Wann muss man sich um die Registrierung der Umsatzsteuernummer und regelmäßige Voranmeldungen in Frankreich kümmern?

Grund 1:
Lieferschwelle überschritten

Überschreitung der Lieferschwelle von 35.000€

Wer sich in Frankreich für die Umsatzsteuer registrieren muss, der hat auch weitere Pflichten, wie eben beispielsweise das regelmäßige Einreichen von Umsatzsteuervoranmeldungen (UVAs). Die Registrierung ist allerdings nicht gleich mit dem ersten Verkauf nach Frankreich notwendig. 

Um den Aufwand für Händler bei einmaligen (bzw. wenigen) Verkäufen ins Ausland gering zu halten, gibt es in der EU verschiedene sog. Lieferschwellen, unter denen keine Registrierungen notwendig werden.

In Frankreich liegt diese Lieferschwelle bei 35.000,- EUR. Demnach müssen sich Händler aus anderen EU-Ländern erst dann in Frankreich registrieren, wenn innerhalb eines Kalenderjahres Waren im Wert von mehr als 35.000,- EUR nach Frankreich verkaufen.

Grund 2:
Lagerung in Frankreich

Lagerung in französischen Warenlagern

Neben der Überschreitung der jeweiligen Lieferschwelle führt auch die Lagerung in einem EU-Land zur Umsatzsteuerpflicht im Lagerland.

Wer beispielweise mit Amazon FBA verkauft und Warenlager von Amazon nutzt, der muss sich auch in allen Ländern, in denen gelagert wird, für die Umsatzsteuer registrieren und natürlich ab diesem Zeitpunkt Voranmeldungen bei den Behörden einreichen. Wenn in Frankreich gelagert wird, dann sind eben auch Umsatzsteuer-Registrierung und UVAs in Frankreich erforderlich.

Hinweis: Umsatzsteuervoranmeldungen sind ab dem Tag der ersten Lagerung vorgeschrieben!

Du hast BEREITS eine Umsatzsteuer-ID in Frankreich?​

✔️ JA

Perfekt. 👍🏼
Dann entstehen hier keine weiteren Kosten für dich.

❌ NEIN

Wenn Du in Frankreich eine Umsatzsteuernummer benötigst, entweder weil Du dort lagern möchtest oder die Lieferschwelle erreichen wirst, dann helfen wir dir gerne bei allen anfallenden Aufgaben. 

In unserer KOSTENLOSEN Software kannst Du dich mit wenigen Klicks in jedem Land steuerlich registrieren, deine Berichte und Erklärungen verwalten, die Kommunikation mit den Behörden automatisieren und noch vieles mehr. 

Für hellotax Kunden, die unseren umfangreichen Steuer-Service jährlich buchen, ist die Registrierung aller Umsatzsteuer IDs sogar völlig kostenlos!

Du benötigst Hilfe bei der Einreichung
deiner Voranmeldungen in Frankreich?

✔️ JA

Wer in Frankreich eine Umsatzsteuernummer besitzt, der muss sich auch um Voranmeldungen, Erklärungen und andere Berichte kümmern. Das ist meistens zeitaufwändig und oftmals auch ein wenig verwirrend aber nun einmal auch zwingend notwendig, um rechts- und steuerkonform zu verkaufen.

Deshalb hat hellotax Steuerberater in ganz Europa, um so stets die Einhaltung aller Vorgaben bestmöglich sicherstellen zu können.

Unser inhouse entwickeltes Tool zur Automatisierung der Umsatzsteuer in Kombination mit unseren Steuerprofis machen die Abwicklung aller Berichte, Erklärungen, etc. so einfach wie nie zuvor.

❌ NEIN

Keine Hilfe nötig? Nicht schlecht. 👌🏼

Du hast dich bereits in der Vergangenheit
rechtzeitig in Frankreich registriert?

✔️ JA

Du hast dich rechtzeitig registriert oder benötigst sowieso keine französische USt.-ID? Perfekt. Dann zur letzten Frage 👇🏼

❌ NEIN

Falls du übersehen oder vergessen hast dich rechtzeitig in Frankreich um eine Umsatzsteuernummer zu kümmern dann vorab eines: keine Panik!

Auch im Nachhinein können Registrierungen abgeschlossen und notwendige Unterlagen und Berichte nachgereicht werden. Selbstverständlich helfen wir dir auch hierbei gerne! 

Wenn Du dir nicht sicher bist, wie es sich mit deinen Steuerpflichten in Frankreich genau verhält und ob vielleicht bereits eine Registrierung notwendig gewesen wäre, dann kannst Du uns natürlich jederzeit schreiben und wir klären dich über deine steuerlichen Pflichten auf.

Hättest Du bereits Voranmeldungen in Frankreich
einreichen müssen?

✔️ JA

Wer eine Registrierung versäumt, der versäumt zwangsläufig auch die Einreichung von anfallenden Voranmeldungen.

Wieder gilt es Ruhe zu bewahren. Wir helfen dir nicht nur bei rückwirkenden Registrierungen, sondern auch bei rückwirkenden Voranmeldungen und generell bei allen notwendigen Schritten, um wieder vollständige Compliance sicherzustellen.

Unser KOSTENLOSES Umsatzsteuer-Tool hilft Dir den Überblick über Lieferschwellen und generell alle Steuerpflichten zu behalten. Abonnierst Du unseren Service stehen dir weitere Leistungen, zusätzliche Software-Features und unser europaweites Team von Steuerberatern zur Verfügung.

❌ NEIN

😎

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FAQ
zur Umsatzsteuernummer in Frankreich

Das bedeutet: Wenn dein Umsatz aus Verkäufen von Deutschland nach Frankreich unter 35.000,- EUR im Jahr liegt, kannst du diese Umsätze ganz einfach nach deutschem Recht versteuern. Erst wenn du mehr als 35.000,- EUR mit Verkäufen nach Frankreich erwirtschaftest, musst du dich steuerrechtlich in Frankreich registrieren und entsprechend eine Steuernummer beantragen.

Das Umsatzsteuerverfahren richtet sich nach dem Umsatz. Wenn dein Umsatz mit Verkäufen nach Frankreich pro Jahr nicht mehr als 81.500,- EUR beträgt, hast du die Möglichkeit, dich von der Umsatzsteuer befreien zu lassen. Das ist vergleichbar mit der Kleinunternehmerregelung in Deutschland. Als Bezugsgröße wird dafür der Umsatz aus dem Vorjahr gewählt oder aber der zu erwartende Umsatz für das laufende Geschäftsjahr. Lässt du dich von der Umsatzsteuer befreien, musst du keine Umsatzsteuer berechnen und darfst keine Vorsteuer abziehen. Hast du dich einmal für diese Regelung entschieden, bist du zwei Jahre an diese Entscheidung gebunden.

Liegt dein Umsatz aus Handelstätigkeiten zwischen 81.500,- EUR und 777.000,- EUR jährlich, kannst du die Umsatzsteuer im vereinfachten RSI-Verfahren berechnen. Als Basis wird dafür der Vorjahresumsatz verwendet und es sind entsprechend monatliche oder jährliche Vorauszahlungen zu tätigen. Dieses Verfahren ist die Regel, muss aber nicht angewandt werden. Stattdessen können direkt die realen Werte übermittelt werden.

Besteht nun für dich die Pflicht einer Umsatzsteuer in Frankreich, musst du diese beim verantwortlichen Finanzamt registrieren lassen. Die Anmeldung dafür ist nicht mit Kosten verbunden. Das folgende Finanzamt ist für die entsprechende Vergabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummern an ausländische Betriebe, wie z.B. Betrieben aus Deutschland, zuständig:


Service des Impôts des Entreprises (SIE) 


10, rue du Centre TSA 20011 


F – 93465 NOISY LE GRAND Cedex 


Telefon: 0033 1 57 33 85 00 


Fax: 0033 1 57 33 84 04 


E-Mail: sie.entreprises-etrangeres@dgfip.finances.gouv.fr 


Web: www.impots.gouv.fr

Die Umsatzsteuerregistrierung ist nicht ganz einfach: Zwar gibt es das entsprechend auszufüllende Formular auf deutsch, sie müssen aber in französischer Sprache ausgefüllt werden. Wer der Sprache unserer Nachbarn nicht mächtig ist, fühlt sich hier verständlicherweise schnell überfordert. Die gängigen Rechtsformen sind unter Punkt 1 des Formulars IMP in französischer Sprache wie folgt anzugeben:

  • GmbH: SARL
  • Einzelunternehmen: entreprise individuelle
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts: société de droit civil 

Unsere Tax Letter Inbox, ein Feature unserer Umsatzsteuer-Software, automatisiert die Korrespondenz mit den Behörden und die Registrierung für die Umsatzsteuer – auch ohne Französischkenntnissen. 

Des Weiteren sind dem Antrag die folgenden Unterlagen beizulegen:

  • für natürliche Personen: Kopie des Ausweises bzw. der Ausweise
  • für juristische Personen: Kopie des Gesellschaftsvertrags mit der Übersetzung der wesentlichen Punkte in die französische Sprache (Rechtsform, Gesellschafter, Geschäftsführer, Grund- oder Stammkapital und Unternehmensgegenstand)
  • Kopie eines Handelsregisterauszugs oder einer entsprechenden Registrierungsbescheinigung
  • Nachweis für eine in Deutschland erteilte, aktuell gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • Nachweise für eine geschäftliche Tätigkeit in Frankreich (Verträge, Angebote, Rechnungen etc.)
  • sofern der Antrag von einem Bevollmächtigten eingereicht wird, muss dem Antrag das Original einer Vollmachtsurkunde (Désignation d’un mandataire) beigelegt werden

Wird der Antrag vollständig und korrekt eingereicht, dauert es in der Regel zwischen zwei und vier Wochen, bis eine entsprechende Steuernummer zugeteilt wird. Wer darauf nicht warten kann, hat die Möglichkeit, vorläufige Rechnungen zu erstellen. Diese müssen mit einem entsprechenden Vermerk versehen werden: “Numéro TVA: immatriculation en cours.” Hast du deine Steuernummer erhalten, musst du den jeweiligen Kunden aber noch eine neue und korrekte Rechnung mit der entsprechenden Nummer nachreichen, um den Verkauf steuerrechtlich abzuschließen. 

Für den Fall, dass der Antrag erfolgreich war und vom französischen Finanzamt akzeptiert wurde, wird dir nun eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zugewiesen. Diese Nummer muss fortan auf all deinen Rechnungen vermerkt sein, auf denen die französische Umsatzsteuer ausgewiesen wird. Außerdem erhältst du eine sogenannte SIRET-Nummer, die dein Unternehmen für das französische Finanzamt eindeutig identifizierbar macht.

Mit Erhalt dieser beiden Nummern bist du nun erfolgreich steuerrechtlich in Frankreich registriert und kannst deinen Handel beginnen bzw. die bereits getätigten Verkäufe mit neuen, korrekten Rechnungen steuerrechtlich abschließen.

Wie häufig nun nach der erfolgreichen Registrierung Umsatzsteuervoranmeldungen eingereicht werden müssen kann nicht pauschal beantwortet werden. In der Regel sind sie monatlich oder vierteljährlich einzureichen. Ausnahmen gelten für sogenannte “saisonnier”, die nur vereinzelt in Frankreich steuerrechtlich in Erscheinung treten und Verkäufe tätigen oder Dienstleistungen durchführen. 

Wie oft du nun deine Voranmeldungen einreichen musst, erfährst du aus dem Schreiben des französischen Finanzamtes. Abzugeben sind sie jeweils bis zum 19. des Folgemonats deines Anmeldezeitraums. Hast du in deinem Anmeldezeitraum mal keinen Umsatz in Frankreich erwirtschaftet, bist du dennoch dazu verpflichtet, eine Nullerklärung abzugeben. Reichst du die Umsatzsteuervoranmeldungen zu spät ein oder zahlst die Steuer nicht pünktlich, musst du mit Strafzahlungen und Verzugszinsen vom französischen Finanzamt rechnen.

Die Abgabe der Umsatzsteuererklärung erfolgt in Frankreich elektronisch. Der Zahlungsverkehr findet mittels SEPA-Lastschriftmandat ebenfalls rein elektronisch statt, sofern deine Bank dies zulässt. Wer seine Steuererklärung selbständig online erreichen möchte, muss sich zunächst auf www.impots.gouv.fr registrieren (“espace abonné”) und dort eine Zulassung für das Verfahren beantragen. 

Ist die Zulassung erteilt, können theoretisch weitere Personen wie dein Steuerberater zu dem Verfahren hinzugefügt werden. Genaueren Aufschluss darüber geben folgende Merkblätter, die auf der Website bezogen werden können:

  • für die Registrierung: Fiche EA2: Créer un espace abonné (mode expert) 
  • für die Zulassung: Fiche SL2: Demander une adhésion aux services en ligne (mode expert) 
  • für das Hinzufügen weiterer Personen: Fiche SL6: Désigner un Administrateur Suppléant & Fiche SL7: Désigner des délégataires et consulter les délégations

Für die Abgabe der Umsatzsteuererklärung ist das Formular 3310-CA 3 zu verwenden. Dieses erhältst du vom französischen Finanzamt rechtzeitig vor Eintreten des Abgabetermins.

Die Vorderseite des Formulars ist vom Finanzamt vorausgefüllt, muss von dir allerdings an entsprechender Stelle datiert unterschrieben werden. Im Mitteilungsfeld namens “cadre réservé à la correspondance“ hast du die Möglichkeit, Änderungen einzutragen, falls die Angaben in den vorausgefüllten Feldern nicht mehr der Wahrheit entsprechen sollten, weil sich z.B. deine Adresse geändert hat.

Auf der Rückseite des Formulars sind schließlich die Umsätze anzugeben. Hat es in dem jeweilige Anmeldezeitraum keinen Umsatz gegeben, so ist eine Nullerklärung oben rechts anzukreuzen (Zeile 0010 – „déclaration néant“).

Unter Punkt A „Montant des opérations réalisées” ist die Höhe der Umsätze (netto ohne Umsatzsteuer) für den entsprechenden Zeitraum einzutragen. Dabei sind die Beträge immer auf volle Eurobeträge zu runden. Beträge unter 50 Cent werden abgerundet, Beträge größer oder gleich 50 Cent werden aufgerundet. 

Ausnahmen gelten für Umsätze aus dem Reverse-Charge-Verfahren. Hast du von Dienstleistern Rechnungen mit Reverse-Charge-Verfahren erhalten, musst du diese in Zeile 0040 eintragen. Hast du selbst Rechnungen in diesem Verfahren gestellt, ist dafür Zeile 0043 vorgesehen. Diese Umsätze sind nicht steuerbar und beim Eintragen der Umsatzhöhe zu ignorieren.

Im Block B erfolgt nun die Berechnung der Umsatzsteuer. In Zeile 08 ist die Höhe des Netto-Umsatzes aus Verkäufen mit dem normalen Steuersatz von 19,6% einzutragen. In Zeile 09 folgt der Umsatz aus Verkäufen mit dem ermäßigten Steuersatz von 5,5% und in Zeile 16 der Gesamtbetrag der geschuldeten Umsatzsteuer, der sich aus den Zeilen 08 bis 15 ergibt. 

Zeile 20 bezieht sich auf die geltend zu machende Vorsteuer, die sich aus Leistungen und Lieferungen von französischen Geschäftspartnern ergibt. Das kann z.B. der Einkauf von Materialien von französischen Händlern sein, genauso wie Restaurantrechnungen (vergleichbar mit Bewirtungsbelegen in Deutschland), Hotelübernachtungen oder Reisekosten. 

Block C hält schließlich das Gesamtergebnis fest und ob sich eine Steuergutschrift oder eine Steuerzahlung ergibt. Ist die zu zahlende Umsatzsteuer größer als die Vorsteuer, muss eine Steuerzahlung vorgenommen werden (rechte Hälfte; Zeile 28 und 32). Ist die Vorsteuer größer, erhältst du entsprechend eine Steuergutschrift (linke Hälfte; Zeile 25). Am Quartalsende hast du jeweils die Möglichkeit, dir diese Gutschrift auszahlen zu lassen, sofern sie 760,- EUR oder mehr beträgt. Alternativ kannst du die Gutschrift am Jahresende beantragen, sofern sie bei 150,- EUR oder mehr liegt.